Rasseportrait - Basenji
Der Basenji in Kürze

Basenjis gehören mit zu den ältesten Rassehunden der Welt. Bereits im alten Ägyptern (vor über 5000 Jahren) wurden in den Gräbern der Pharaonen Zeichnungen und Felsenzeichnungen gefunden. Seit dieser Zeit existiert der Basenji nahezu unverändert in seinem Erscheinungsbild.
In manchen Teilen von Afrika ist der Dschungel zum Teil sehr dicht und rau. Der Basenji in seinem Erscheinungsbild ist von Mutter Natur geradezu ideal für diese Verhältnisse geschaffen worden. Seine Größe erlaubt ihm maximale Beweglichkeit um sich durch den Busch durch zu kämpfen. Mit seinem kurzen, dichten Fell bleibt er an keinem Dornenstrauch hängen, genauso wenig bleibt er aufgrund seiner lockeren Haut an einem Ast hängen was ihm zum Verhängnis werden könnte. Seine Geruchlosigkeit schützt ihn selbst Beute zu werden für größere Wildtiere. Sein kleiner, aufrechter und geringelter Schwanz kann sich im Gegensatz zu einem langen und haarigen Schwanz nicht in irgendwelchen Büschen "verwickeln". Seine kleinen, aufrechten Ohren entgeht nicht der kleinste Laut seiner Beute. Seine Augen sind so entwickelt, dass sie in der Lage sind Beute auch in sehr weiter Entfernung zu erspähen. Der Dschungel in Afrika ist weitläufig und dicht und der Basenji braucht ein enormes Durchhaltevermögen um Beute zu erjagen. Der Basenji jagt sowohl mit den Augen als auch mit der Nase!
Der Besitzer eines Basenji muss sich darüber ganz bewußt sein, dass er einen "Urhund" sein Eigen nennt. Häufig kann man in der Literatur nachlesen, dass man einen Basenji NIE von der Leine lassen kann und er nur in einem sicher eingezäunten Garten frei laufen darf. Ganz so kann man das nicht sehen - es sollte aber ein großes überschaubares Gelände sein (z.B. Felder) KEINE Straße, Autobahn oder Bahnlinie darf in der Nähe sein.

Der Basenji ist schnell - und wenn sich der Jagdinstinkt einklinkt, gibt es kein Stoppen mehr! Glauben Sie nicht, dass Sie einen Basenji diesbezüglich erziehen können! Fünftausend Jahre Instinktsicherheit können nicht einfach weggewischt werden! Aber - und noch ein ABER, der Basenji muss es schon als Welpe kennen lernen von der Leine gelassen zu werden und sich auch wieder anleinen zu lassen. Einen Basenji im vollen Lauf zu erleben, ist ein ästhetischer Hochgenuss und ich muss nochmals betonen, ein Risiko bleibt!
Basenji's sind richtige Meutenhunde und benötigen in ihrem Heim eine geordnete Struktur in der jedes Familienmitglied seinen Platz weiß! Eine Meute wird von einem Alphatier angeführt, das die Regeln bestimmt und aufstellt. Logischerweise braucht ein Basenji einen Herrn den er liebt aber auch respektiert. Nur dann wird er ihn als Alpha akzeptieren. D.h. im Klartext, es müssen klare Regeln vorhanden sein und man muss sich seinem Basenji gegenüber IMMER fair verhalten. Die überwiegende Anzahl unserer Basenjis sind von Haus aus dominant und beanspruchen für sich eine Alpha Rolle in der Familie. Nimmt ihr Basenji sie nicht "ernst" wird er diese Rolle für sich beanspruchen. Um dieses durchzusetzen, könnte er Ihnen gegenüber manches Mal auch aggressiv reagieren.
Basenjis sind von Natur aus fröhliche und intelligente Hunde was aber nicht bedeutet, dass sie einfach zu erziehen sind! Halten Sie sich einfach vor Augen, dass dies ein Hund ist, nicht von Menschenhand geschaffen um bedingungslos zu gehorchen sondern ein Hund von sehr alter Herkunft, der nur durch Selbständigkeit und Intelligenz bis zum heutigen Tag überleben konnte.
Der Basenji ist ein williger "Schüler" wenn er einen triftigen Grund in der von seinem Herrn verlangten Übung sieht. Zum Beispiel ein besonders guter Leckerbissen.

Ein Basenji ist ein überaus aktiver Hund im Verhältnis zu seiner Größe. Er möchte beschäftigt werden und das jeden Tag und zwar physisch wie auch psychisch. Ein unterbeschäftigter Basenji kann seinen Frust in Zerstörung verwandeln, nicht zur Freude seiner Besitzer. Ein oder zweimal eine Runde im Gelände ist keinesfalls ausreichend für einen Basenji. Auch nicht ein großer Garten, er will/muss beschäftigt werden. Agility wäre eine gute Alternative, Lure Coursing, etc..

Wie verhält er sich mit Kindern.....so wie sich Eltern bemühen Kind UND Basenji beizubringen, dass sie sich gegenseitig respektieren lernen. Ein Kind muss lernen ihn in Ruhe zu lassen wenn er sich zurückzieht (und das sollte ein angenehmer Ruheplatz für ihn sein) und der Basenji muss lernen, dass er nicht rau spielen darf. Das geht nur, wenn sich die Eltern die nötige Zeit nehmen und beobachten und ggf. erzieherisch eingreifen!



Einen Basenjiwelpen in die Familie zu nehmen hat sehr viel Ähnlichkeit mit der Tatsache, ein kleines Kind zu bekommen. Beide haben Energie ohne Ende und nehmen sehr viel Zeit in Anspruch und wollen betreut und beschäftigt werden, sonst kommen sie von einem Blödsinn auf den anderen.
© BVL-Team 2010
Weitere Informationen finden Sie unter http://www.basenji-vip-lounge.de.

















