Der Hundeführerschein



Eigenkontrolle und Sachkundenachweis

Der „Führerschein“ für den Hund ist keine kurze Prüfung, die man im Vorbeigehen erledigen kann. Der BHV - (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V.) hat mit führenden deutschen Tier-Verhaltenstherapeuten den Hundeführerschein entwickelt. Die Bundestierärzte-kammer empfiehlt den Führerschein den Landestierärztekammern als Sachkundenachweis. Expertenkommissionen, Verbände und Organisationen kommen zum selben Ergebnis bis zur Einschätzung „empfehlenswert“. In einigen Bundesländern ist der Hundeführerschein, ab einer Schulterhöhe des Hundes von 40 cm, bereits Pflicht. Die Einschätzung ob eine „Pflicht“ zur Prüfung notwendig ist, ist genauso unterschiedlich, wie die der einzelnen Bundesländer hinsichtlich Eigenverantwortung der Halter und den daraus resultierenden Hundeverordnungen. Oft genug steht hinter so mancher Katastrophe an der Leine, an welchem Ende auch immer, nicht mangelnde Verantwortung sondern einfach nur Unwissenheit. Wir informieren Sie, was in der Hundeführerscheinprüfung verlangt wird und haben Ihnen, zur Prüfung des eigenen Wissensstands, eine kleine Fragenauswahl der Hundeführerschein Theorieprüfung zusammengestellt.

Die BHV-Hundeführerschein-Prüfung

Ziel der Prüfung ist, ob das Halter-Hund-Team sich ohne Belästigung und/oder Gefährdung Dritter in der Öffentlichkeit bewegen kann. Es wird die Sachkunde des Halters, sein praktischer Umgang mit dem Hund sowie der Erziehungsstand des Hundes bewertet.

Die Prüfung besteht aus drei Teilbereichen:

1. Überprüfung des theoretischen Wissens des Halters

2. Überprüfung der Halter-Hund-Beziehung

3. Überprüfung von Halter und Hund in alltäglichen Situationen

Die Prüfung findet in einer dem Hund unbekannten Umgebung statt. Es wird in zwei Stufen, einmal an der Leine, einmal mit Anteilen ohne Leine geprüft.

  


Voraussetzungen:

Der Hund sollte beim Ablegen der Prüfung mindestens 12 Monate alt sein. Der Halter muss nachweisen, dass der Hund geimpft und haftpflichtversichert ist. Der Hund muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein.

Prüfungsablauf:

Die theoretische Prüfung erfolgt in schriftlicher Form mit einem Multiple-Choice-Test:

• Hund und Recht
• Verhalten des Hundes
• Der Hundehalter in der Öffentlichkeit
• Haltung/Pflege/Gesundheit/Ernährung
• Welpenkauf und –aufzucht
• Lernverhalten des Hundes
• Mensch-Hund-Beziehung
• Hilfsmittel in der Hundeerziehung

Das Bestehen der Theorieprüfung ist Voraussetzung für die praktische Prüfung. Erfolgt die praktische Prüfung mehr als ein Jahr nach Ablegen der Theorieprüfung, muss die Theorieprüfung wiederholt werden. Bei nicht bestandener praktischer Prüfung, ist ein Mindestabstand von 4 Wochen bis zur Wiederholung einzuhalten.

Praktische Prüfung

Sie findet in drei unterschiedlichen Umgebungen statt:

1. In einer ablenkungsarmen Umgebung (z.B. abgeschiedene Wiese, Hundeplatz, ruhiger Parkplatz)

2. In einer belebten öffentlichen Grünanlage bzw. einem Hundeauslaufgebiet

3. Im innerstädtischen Bereich (z.B. Fußgängerzone)

Zur Zeit gibt es in Deutschland 25 Tierärzte, Tierverhaltenstherapeuten und Hundeausbilder, die das Fachwissen und die Erfahrung haben, den BHV-Hundeführerschein abzunehmen.

Was glauben Sie, sind Sie fit in theoretischem Hundewissen? Machen Sie doch einfach einen Selbsttest. Sie sich Hier finden Sie eine Auswahl der Theoriefragen des Hundeführerscheins.

Zum Übungstest Hundeführerschein