Gute Nachrichten für Herrchen und Frauchen

Neue Impfrichtlinien vom Weltverband der Kleintierärzte

Diese Nachricht wird Züchter und Hundehalter freuen. Denn in Zukunft wird ihr Zeit- und Bankkonto entlastet. Laut WSAVA, dem Weltverband der Kleintierärzte, bleiben den Hunden die jährliche Impfung gegen Staupe, Herpes und Parvovirose, kurz SHP, erspart.

Die WSAVA hat neue Richtlinien in Bezug auf diese Impfung herausgegeben.  Hiernach sollte die SHP-Impfung im Alter von 14 bis 16 Wochen erfolgen. Die bisher durchgeführte Auffrischungsimpfung nach einem Jahr muss nun nach neuestem wissenschaftlichem Stand nicht mehr erfolgen.  Denn 98 % der Hunde sind nach der ersten Impfung gegen diese Krankheiten geschützt. Ein weiteres „Nachimpfen“, wie es bisher alle ein bis drei Jahre geschah, ist nun nicht mehr nötig, da sich bereits durch die erste Impfung ein viele Jahre andauernder bis lebenslanger Schutz einstellt. Die WSAVA sagt ganz deutlich, dass ein „Nachimpfen“ von SHP den Schutz nicht erhöhen kann, da dieser bereits besteht.

Wer jedoch ganz sicher gehen will, dass bei seinem Hund nach der ersten Impfung der Schutz gegeben ist, kann einen Antikörpersuchtest durchführen lassen. Mit diesem Bluttest kann festgestellt werden, ob eine Immunität vorliegt. „Solch ein Test sollte man vor jeder Auffrischungsimpfung machen lassen, um zu sehen, ob diese nötig ist. Denn Impfungen sind nicht ganz unumstritten und jede künstliche Immunisierung kann Nebenwirkungen oder auch eine lebenslängliche Schädigung der Gesundheit nach sich ziehen.“, rät Tierheilpraktikerin Claudia Ortloff.

Mit diesen neuen Richtlinien können nun einige Termine aus dem Impfkalender gestrichen werden. Das wird nicht nur Herrchen und Frauchen freuen. Sondern sicher auch den Hund, dem nun einige Tierarztbesuche und Pickser erspart bleiben.

Claudia Ortloff, Tierheilpraktikerin