Omihunde-Netzwerk

Omihund, ein Begriff mit zwei Bedeutungen. Der Hund, der selbst ein betagtes Alter erreicht hat und deshalb ein Omi- oder Opihund ist, und der Mensch, ein Hundehalter im senioren Alter, dessen Vierbeiner dann ein Omi- oder Opihund ist.

Das Thema Altsein ist etwas, was gefühlt, immer nur die Anderen betrifft. Weder beschäftigt man sich gerne mit dem eigenen Altern, noch mit dem des eigenen Vierbeiners.

Nicht nur die Deutschen erreichen ein immer höheres Alter, auch ihre Hunde erwartet eine  immer längere Lebenszeit. Daraus ergeben sich allerdings Bedürfnisse die es vor wenigen Jahrzehnten so nicht gegeben hat. Diese Anforderungen werden zwar durchaus wahrgenommen, aber nicht angenommen. Unsere Gesellschaft hat in der Regel weder für menschliche Senioren noch für hündische graue Schnauzen lebenswerte Konzepte entwickelt. Letztlich kann dem Zahn der Zeit keiner entgehen und so steht man eines Tages vor einer stattlichen Anzahl von Fragen. "Was passiert mit dem Hund, wenn Omi oder Opi sich nicht mehr darum kümmern können?", "Wer versorgt den Hund wenn er alt und krank ist?", und "Können wir uns die Kosten der Behandlungen leisten?".

Nicht selten werden kranke, graue Schnauzen in's Tierheim gegeben. Keine Zeit mehr und der Tierarzt zu teuer. Im Ergebnis sind Omi- und Opihunde in den Tierheimen eigentlich unvermittelbare Kandidaten. Diese Tiere werden fast zu 100% die Heime nicht mehr in ein Zuhause verlassen.

Paradoxerweise haben "graue Schnauzen" durchaus Interessenten. Die aber gehören selbst zur "Generation gold" und bekommen deshalb bei den Tierheimen so gut wie keine Chance, mit einem jener Hunde ein Omihundebündnis einzugehen. Eine unverständliche Praxis. Denn hier sollte nicht von vornherein eine Vermittlung ausgeschlossen werden, sondern individuell entschieden werden. Letztlich ist es schwer vorstellbar, dass Menschen die gesundheitlich kein Tier mehr versorgen können, zu den Interessenten im Tierheim gehören. Unsere Arbeitsminister bescheinigen bedenkenlos eine Arbeitsfähigkeit bis zum 67. Lebensjahr. Tierheime hingegen sprechen Menschen, auch mit einigen Lenzen weniger auf dem Buckel, die Fähigkeit einer Hundehaltung ab. So sitzen rüstige Rentner allein in ihren vier Wänden, und zwar beide, der Mensch und der Hund.

Natürlich ist Vorsorge wichtig. Aber nicht nur bei älteren Personen kann krankheitsbedingt oder auch im Sterbefall, die Notwendigkeit eines neuen Platzes für den Vierbeiner entstehen.

Hilfestellung leistet in diesen speziellen Notlagen das 2010 gegründete Omihunde-Netzwerk. Ein gemeinnütziger Verein der sich hauptsächlich um "Alt und Alt" kümmert.

Sie vermitteln vierbeinige Oldies in Pflegestellen und in neue Familien. Beraten in Vorsorgefragen, und geben älteren Herrchen und Frauchen eine Chance, auch im gesetzteren Alter, ihr Leben wieder mit einer passenden Fellnase zu teilen.

Couch gesucht! Einer der grauen Schnauzen die ein neues Zuhause suchen!

Gerade wenn Hund und Halter nicht mehr zu den ungestümen Jungen gehören, passen sie in ihren Bedürfnissen besonders gut zusammen. Wie wichtig es ist, dass Heim und Hund in ihren Ansprüchen übereinstimmen, zeigen leider immer wieder Fälle von ausgesetzen, weiterverkauften oder abgegebenen Hunden.

Das Omihunde-Netzwerk plädiert aber einfach auch für graue Schnauzen, weil sie gereifte, tolle und auch dankbare vierbeinige Begleiter sind.

Nichtsdestotrotz birgt das Alter auch Schattenseiten. Aber auch hier läßt das Omihunde-Team weder Halter noch Hund allein. Das Thema Krankheit und Sterben gehört ebenso in die Arbeit des Netzwerkes.

Wie jeder gemeinnützige Verein, ist auch das Omihunde-Netzwerk auf Spenden angewiesen. Leider ist Hilfe ganz ohne ohne finanzielle Mittel nicht möglich. Natürlich sind größere Einmalspenden gerne gesehen, aber als Fördermitglied, Spender, Pate oder aktives Mitglied, ist mit kleinem Geld eine dauerhafte Unterstützung des Projektes für viele machbar.

Opihund & Omipferd der 1. Vorsitzenden

Ebenso willkommen sind Pflegestellen, Familien die einen Oldie aufnehmen oder einfach Helfer vor Ort. 

Wenn Sie mehr erfahren wollen, hier kommen Sie direkt auf die Homepage des Omihunde-Netzwerkes.